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hier finden Sie die aktuelle Ausgabe unseres MANAGEMENT-BRIEFs, der Ihnen relevante Informationen und praxisorientierte Tipps zu den Themen Marketing und Kommunikation liefert. Eine Mischung aus den vielbeachteten großen Themen und den entscheidenden Details sorgt für eine interessante Lektüre.

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Doch jetzt erst einmal viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg bei der Umsetzung!

Ein Großteil aller zu vergebenden Werbeaufträge an Agenturen wird von Kundenseite durch eine sogenannte Wettbewerbspräsentation – den Pitch – gelöst, aus der am Ende nur eine Agentur als Sieger hervorgeht.

Zur Wettbewerbspräsentation werden in der Regel nicht mehr als 3 Agenturen eingeladen. Die typische Aufgabenstellung beinhaltet dabei meist die Entwicklung einer Konzeption bis zur Gestaltung eines Werbemittels, bei größeren Etats auch einer gesamten Kampagne für ein Produkt und/oder Unternehmen. Alle teilnehmenden Agenturen erhalten dabei ein einheitliches Kundebriefing und den gleichen zeitlichen und finanziellen Rahmen. Zwischen Briefing und Präsentation sind Zwischenabstimmungen möglich und in der Praxis auch sehr sinnvoll, da die getätigte Investition auf jeden Fall bestmöglich abgesichert werden sollte.

Da die Vorbereitung und Durchführung einer Wettbewerbspräsentation sowohl für Kunden als auch für Agenturen einen sehr hohen Aufwand bedeutet, sollten Sie folgende Tipps aus der Praxis beachten, damit Sie die besten Ergebnisse erzielen:

  • Informieren Sie sich regelmäßig, schon lange vor einem Pitch, über die gegenwärtige Agentur-Landschaft. Bleiben Sie am Ball, dann sind Sie, sobald ein Pitch notwendig wird, in Bezug auf Agenturen und deren Leistungsspektrum bestens vorbereitet.
  • Prüfen Sie, ob die Wettbewerbspräsentation das beste Auswahlinstrument ist. Oft sind andere Methoden effizienter, zum Beispiel die Erprobung über ein kleines Test-Projekt oder eine rein gedankliche Auseinandersetzung über ein klar definiertes Projekt mit der potenziellen Agentur.
  • Schlecht vorbereitete Pitches lösen Ihre Probleme selten und bei Agenturen hinterlassen Sie meistens auch einen schlechten Nachgeschmack – kein guter Anfang für eine Beziehung.
  • Ist es Ihr erster Pitch, sollten Sie sich Unterstützung von einem Spezialisten holen, oder zumindest mit jemandem reden, der erst kürzlich einen Pitch geleitet hat.
  • Bitte bedenken Sie, dass Sie auch der Marke des eigenen Unternehmens schaden können, wenn Sie einen Pitch unprofessionell und jenseits aller Gepflogenheiten durchführen.
  • Erstellen Sie einen Pitch-Zeitplan, der realistisch für Sie und alle Beteiligten ist. Bei größeren, konzeptionellen Präsentationen sollten Sie mindestens 10 Wochen einplanen.
  • Berücksichtigen Sie auch Zeiten, in denen unternehmensinterne Teilnehmer nicht verfügbar sind und reservieren Sie Termine für Meetings lang im Voraus.
  • Lassen Sie sich bei der Planung von einem Assistenten unterstützen, um selbst mehr Zeit für das Wesentliche zu haben.
  • Seien Sie sich im Klaren darüber, welche Rolle die Geschäftsleitung Ihres Unternehmens bei der Agenturauswahl spielen will. Bei großen Budgets sollte sie auf jeden Fall mit einbezogen werden. Aber ist diese versiert im Umgang mit Agenturen?
  • Besuchen Sie unbedingt die Agenturen bevor Sie sie zum Pitch einladen.
  • Befragen Sie Agentur-Referenzen nach ihren Erfahrungen mit der Agentur: Telefonisch werden Sie dabei mehr erfahren als in einem Brief
  • Versichern Sie sich, dass Sie ein Briefing “auf den Punkt“ schreiben. Es sollte auf keinen Fall eine Anfrage voll mit ungefilterten Informationen sein. Beim Briefing immer klar, offen und einfach kommunizieren.
  • Dabei immer konkrete und transparente Fakten darstellen.
  • Gehen Sie sicher, dass Sie gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer gewährleisten (unter anderem Transparenz über die anderen Teilnehmer).
  • Ihr Briefing sollten Sie auch immer persönlich erklären.
  • Gewährleisten Sie den teilnehmenden Agenturen grundsätzlich Zeit für Rückfragen. Das sichert Ihre getätigte Investition und schützt vor Missverständnissen.
  • Lassen Sie sich schon vor einem Pitch eine Vertraulichkeit mit allen teilnehmenden Agenturen schriftlich vereinbaren.
  • Die Nutzungsrechte über die Lösungen der Agenturen sollten Sie unbedingt im Voraus klären.
  • Behalten Sie sich vor, beispielsweise in den letzten 48 Stunden vor dem Pitch, eine zusätzliche und vernünftige Vorgabe in das Briefing aufzunehmen, und prüfen Sie damit die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der Agenturen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie mit Ihren Kollegen, bevor der Pitch beginnt, Bewertungskriterien und Bewertungsmaßstäbe festlegen. Erstellen Sie ein entsprechendes Formular, das während des Pitches von jedem Kollegen ausgefüllt wird, um anschließend auf gleicher Basis diskutieren zu können.
  • Achten Sie darauf, dass die finale Präsentation nur von Agenturmitarbeitern gehalten wird, die sich später auch für die Arbeit der Agentur verantwortlich zeigen.
  • Agenturen können sehr erfahren in Pitch-Situationen sein. Sie wissen was der Kunde hören will! Hinterfragen Sie daher Behauptungen, auch wenn sie Ihnen plausibel erscheinen.
  • Achten Sie darauf, dass kreative Ideen im budgetären Rahmen bleiben. Manche Agenturen präsentieren Ihnen zwar wunderschöne Ideen, aber oft zeigt sich dann im Nachhinein, dass diese mit dem gegebenen budgetären Rahmen nicht realisierbar sind.
  • Erwarten Sie nicht nur die eine Lösung, die ideal zu Ihren internen Planungen passt, sondern nehmen Sie auch professionelle, externe Manöverkritik und begründete Alternativen entgegen.
  • Achten Sie auf Zeichen, die Ihnen signalisieren, dass die Agentur gerade in einem Umbruch ist: z.B. direkt nach/vor einem Verkauf oder einem Zusammenschluss. Ist die Agentur in diesem Fall der Belastung gewachsen und ist sie auch in Zukunft noch die gleiche Agentur?
  • Achten Sie darauf, dass es eine formale Übereinkunft darüber gibt, wer den Pitch gewonnen hat, und teilen Sie das Ergebnis allen Agenturen persönlich mit.
  • Formulieren Sie Absagen klar und unmissverständlich, und geben Sie ausreichendes Feedback
  • Sehen Sie sich in Ihrem Handeln immer an der Stelle der Agentur und behandeln Sie die Agentur so, wie Sie gerne behandelt werden würden.

Jeder, der im Bereich Marketing oder Kommunikation tätig ist, kennt die Situation: Die Werbeagentur hat ein paar kreative Ansätze vorgelegt und nun ist es an Ihnen, diese Ideen intern weiter zu verkaufen und Ihre Kollegen oder Ihren Chef davon zu überzeugen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie mit der richtigen Präsentation dafür sorgen können, dass kreative Ideen auch eine entsprechend professionelle Beachtung bei den Entscheidern in Ihrem Unternehmen finden:

Generell gilt natürlich: die Agentur sollte Ihre Ergebnisse selbst präsentieren. Das gilt auch und besonders für Vorstands- / oder Geschäftsführungspräsentationen. Indem die Agentur selbst vor wichtigen Entscheidern Ihres Unternehmens auftritt,  bekommt sie auch ein besseres Ansehen.
Gehen Sie dabei jedoch immer sicher, dass der Agentur die branchen- und unternehmensinternen Sensibilitäten bekannt sind. Teilen Sie Ihrer Agentur daher genau mit, was die spezifischen do’s and don’ts für die Präsentation sind, damit es nicht letztendlich am Umgang scheitert und eine gute kreative Idee dadurch schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt ist. Auch auf einzelne Teilnehmer und deren Erwartungshaltung sollte die Agentur vorbereitet sein. Natürlich sollten Sie Ergebnisse im Vorfeld einer internen Präsentation immer persönlich prüfen, bevor der Führung Ihres Unternehmens etwas präsentiert wird. Denn schließlich sind Sie der Spezialist, der für die Arbeit der Agentur gerade stehen muss. Tun Sie das nicht, stehen Sie sonst eventuell selbst unvorbereitet in der Schusslinie.

Sollten Sie aus internen Gründen jedoch einmal selbst präsentieren müssen, muss Ihnen klar sein, dass sich kreative nicht einfach so verkaufen. Gerade bei diesem Thema spielen häufig Sensibilitäten und Eitelkeiten eine Rolle, die eine gute Idee schnell ins Wanken bringen können. Um solche Faktoren von Vorne herein auszuschließen, kann Ihnen die folgende Checkliste helfen, ein besseres Ergebnis zu erzielen:

  • Prüfen Sie, dass die kreativen Ergebnisse inhaltlich und formal dem Briefing entsprechen.
  • Überlegen Sie sich, ob sie Ihre Kollegen mit den Ideen begeistern werden.
  • Prüfen Sie auch kritisch, aus Ihrem und dem Blickwinkel des Publikums, die Wichtigkeit der Präsentation und Ihre Fähigkeiten überzeugend zu präsentieren:
    • Was wird erwartet?
    • Welche Art von Präsentator wird erwartet?
    • Wie viel wird Ihnen, der Agentur und dem kreativen Produkt an Vertrauen und Aufmerksamkeit geschenkt?
    • Wie wichtig ist die Kampagne / das Webemittel?
    • Gibt es Druck von irgendeiner Seite?
    • Welche Ausprägung wird von der Kreation in der Präsentation erwartet – Layout oder fertig gestaltet, Scribble oder Dummy?
  • Ist es eine sehr wichtige Präsentation, empfiehlt es sich, vor einem wohlgesonnenen Kollegen zu üben, der möglichst kritische Fragen stellen sollte.
  • Versuchen Sie, die Präsentation in vertrauter Umgebung zu halten, damit Sie auf alle Rahmenbedingungen am besten Einfluss nehmen können.
  • Wenn Sie zum Termin erscheinen, sorgen Sie dafür, dass alles was Sie benötigen an seinem Platz ist und funktioniert, und dass genug Platz vorhanden ist, um herum zu laufen.
  • Versuchen Sie, bevor Sie in die Präsentation einsteigen, die Gefühlslage der Anwesenden zu testen: Stress, Ablehnung, Zeitdruck, Aufgeschlossenheit, etc.
  • Versuchen Sie, das Eis zu brechen, indem Sie eine Einführung mit etwas Small-Talk verbinden, Getränke anbieten und zur aktiven Teilnahme animieren.
  • Sprechen Sie im Vorfeld über die grobe Gliederung der Präsentation und den benötigten Zeitrahmen. Bei großen Präsentationen sollten Sie vorab eine Agenda an alle Teilnehmer verschicken.
  • Die Gliederung könnte sich so anhören:
    • Rückblick auf das Briefing und weitere Hintergrundinformation
    • Die kreativen Prämissen und die Markterkenntnisse
    • Die kreative Annäherung an die Idee
    • Die Konzeptpräsentation
    • Was hat das Konzept von den Vorgaben erreicht – Checkliste
    • Fragen zum Konzept
    • Die nächsten Schritte
  • Um erfolgreich zu präsentieren, müssen Sie für gespannte Aufregung sorgen, jedoch nicht übertreiben.
  • Legen Sie die Dinge, die Sie zum Präsentieren benötigen, offen aus, so dass sie von allen gesehen werden können.
  • Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Entscheidungsträger, aber halten Sie guten Blickkontakt.
  • Gehen Sie durch die Punkte Ihrer Präsentation, indem Sie selbstsicher eine Geschichte erzählen, an die Sie fest glauben.
  • Bevor sie präsentieren, müssen Sie diese Geschichte auseinandernehmen, lernen und erforschen. Demonstrieren Sie Ihr vollstes Verständnis, Ihre Leidenschaft und Ihren Glauben an das, was Sie präsentieren.
  • Geben Sie Ihren Kollegen die notwendige Zeit, Konzepte zu verstehen und Ideen aufzunehmen. Wenn Ideen stofflich sind, lassen Sie die Produkte herumreichen und anfassen.
  • Gehen Sie alle Unklarheiten durch: Logistik, Kosten, Produktion, etc.
  • Auch wenn Sie nicht alle Antworten parat haben, lassen Sie nichts unerwähnt und im Unklaren, und reichen sie fehlende Informationen und Antworten umgehend nach.
  • Übergeben  Sie am Ende der Präsentation Informationen und die Ideen, damit sie verteilt und weiter besprochen werden können. Im einfachsten Fall sind das Kopien der Ideen. Wenn die Situation etwas Professionelleres verlangt, sollte ein ganzes Packet hinterlassen werden. Darin sollten Fragen und Antworten zur Präsentation zu finden sein, die Idee und die Herleitung, das ursprüngliche Briefing und weitere Hintergrundinformationen.

Preisgestaltung ist eine Thematik, mit der wir in unserer täglichen Arbeit bei den unterschiedlichsten Kunden immer wieder konfrontiert werden. Wie teuer muss ein Produkt / eine Dienstleistung sein, um ein Optimum an Umsatz und Gewinn zu realisieren? Wie viel ist die Zielgruppe bereit, für ein Produkt / eine Dienstleistung auszugeben? Wie passt sich eine Preisgestaltung im allgemeinen Markt- und Wettbewerbsumfeld ein? Auf welche weiteren Faktoren muss Rücksicht genommen werden?

Im Folgenden wollen wir Ihnen die 8 wichtigsten Ratschläge aus unserer Sicht geben, die Sie für eine Preisgestaltung berücksichtigen sollten.

  1. Gehen Sie bei der Preisgestaltung immer systematisch vor
    Verlassen Sie sich nicht nur auf ein „Bauchgefühl“, sondern untermauern Sie Ihre Preisgestaltung immer durch eine detaillierte und umfangreiche Kostenkalkulation, die auch immer wieder unterschiedliche Varianten und Szenarien mit einbezieht. Je mehr Szenarien Sie in der Kalkulation durchspielen, umso realistischer wird Ihre Einschätzung für die Preisgestaltung. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie über Ihre Kosten stets den Überblick haben sollten.
  2. Setzen Sie auf realistische Erwartungen
    Eines der Grundprobleme besteht nicht in der Preisgestaltung selbst, sondern in den Voraussetzungen, auf deren Basis Preise gestaltet werden. Will heißen: in der Praxis gehen viele Kunden von viel zu hohen Umsatz- und Gewinnerwartungen aus. Seien Sie daher lieber realistisch und planen Sie langfristig, anstatt auf den „großen Coup“ zu setzen.
  3. Bei der Preisgestaltung nicht nur auf die Kosten schauen
    Viele Kunden kalkulieren bei der Preisgestaltung ausschließlich auf der Grundlage ihres Rechnungswesens. Bei dieser Vorgehensweise werden jedoch Marktpreise gänzlich außer Betracht gelassen und die Preise können dementsprechend am Markt vorbei konzipiert sein, obwohl Sie aus der  buchhalterischen Sichtweise her „richtig“ sind.
  4. Berücksichtigen Sie, dass auch Zeit Geld ist
    Besonders im Dienstleistungsbereich passiert es häufig, dass Kunden den Leistungsumfang nicht genau eingrenzen und damit mehr liefern, als sie bezahlt bekommen. Der Faktor „Zeit“ wird dabei häufig nicht richtig eingeschätzt, aber gerade der ist in Bezug auf die eigenen Personalkosten besonders wichtig!
  5. Sichern Sie Ihre Preise immer ab
    Kalkulieren Sie auch bei Ihren Preisen immer ein, dass es in Zukunft zu eventuellen Forderungsausfällen kommen kann. Wettbewerber können auf den Markt kommen und Ihre Preise aggressiv unterbieten. Vergessen Sie auch nicht, notwendige Rabatte mit einzukalkulieren. Ganz wichtig ist es in diesem Zusammenhang natürlich auch, betriebliche Belastungen zu berücksichtigen, die erst nach einem längeren Zeitraum anfallen, wie z.B. Steuern, Kreditrückzahlungen, Lohnkosten, etc.
  6. Setzen Sie mit Ihren Preisen ein Zeichen zur Differenzierung im Markt
    Der Wettbewerb ist nicht nur dazu da, um sich an seinen Preisen zu orientieren, bzw. diese blind nachzuahmen. Damit tun Sie sich und Ihrem Unternehmen in der Regel keinen Gefallen, da Sie aus Markt-Sicht ein „Nachahmer“ werden. Versuchen Sie daher bewusst eine differenzierte Preisstrategie in Bezug auf Ihre Wettbewerber zu etablieren, damit Sie sich auch wirklich aus dem Marktumfeld abheben.
  7. Basieren Sie Hochpreisstrategien immer wieder auf ausreichende Argumentationsketten
    Für hohe Preise brauchen Sie in erster Linie gute Argumente, die sich direkt aus dem Produkt oder der Dienstleistung heraus ableiten lassen müssen. Fehlen Ihnen diese Argumente in Bezug auf die Hochwertigkeit/Überlegenheit Ihrer Produkte, sind hohe Preise nicht mehr als ein gefährliches Wunschdenken.
  8. Setzen Sie auf externe Marktinformationen und testen Sie Ihre Preise im Vorfeld
    Letztendlich entscheidet der potenzielle Kunde darüber, welche Preise er akzeptiert und welche nicht! Daher sollten Sie dessen Meinung von vorne herein mit in die Preisgestaltung mit einbeziehen und Tests initiieren.

Heutzutage sind die Möglichkeiten, Anzeigen zu schalten, unerschöpflich.  Viele besonders der kleineren Unternehmen schwören dabei immer noch zu Recht darauf, ihre Kunden über Anzeigen in den Gelben Seiten zu erreichen. Solche Anzeigen können sehr teuer werden, je nach dem wo und wie groß sie erscheinen. Der Schlüssel zum Erfolg ist es hier eine möglichst effektive Anzeige an die richtige Stelle zu setzen. Im Folgenden finden Sie ein paar Tipps und Beispiele, wie man es schafft, seine Anzeige von den anderen abzuheben.

Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche
Wie bei jeder guten Marketingmaßnahme geht es bei einer optimalen Gestaltung für eine Anzeige in den Gelben Seiten um eine Konzentration auf das Wesentliche – nicht für Sie selbst, sondern für Ihre Zielgruppe. Um das zu erreichen, braucht man ein bisschen Zeit. Beginnen Sie mit der Arbeit an den Anzeigen daher nicht erst kurz vor Anzeigenschluss. Sie werden einige Zeit damit verbringen, verschiedene Varianten auszuarbeiten und die weniger erfolgversprechenden auszusortieren. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen sollten Sie sich, bevor Sie das erste Wort schreiben, folgende Fragen stellen:

  • Wie würden Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen in einem Satz beschreiben?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe bzw. wer sind Ihre Kunden?
  • Was sind die drei Kernpunkte Ihres Produktes/Ihrer Dienstleistung, die Sie unbedingt vermitteln wollen?
  • Was unterscheidet Ihr Angebot/Ihr Unternehmen deutlich von anderen im Markt?

Wenn Sie diese Antworten griffbereit haben, wird es Ihnen ganz leicht fallen, die wesentlichen Inhalte für Ihre Zielgruppe in den Gelben Seiten zu platzieren.

Schreiben und entwerfen Sie die Anzeige für Ihre Kunden
Um eine effektive Anzeige zu erstellen, sollten Sie die Sache immer aus der Sicht der Kunden angehen. Halten Sie sich dabei immer wieder folgende Fragen vor Augen: Wann schaut Ihre Zielgruppe mit größter Wahrscheinlichkeit in die Gelben Seiten? Wenn jemand beispielsweise nach einem Klempner sucht ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er diesen Service sehr dringend benötigt. Eine auffällige Anzeige wäre in diesem Fall eine sehr gute Investition.
Wenn jemand aber z.B. nach einer Reinigung sucht, wird die Auswahl vorrangig von der Adresse abhängen. In diesem Fall wäre eine große bunte Anzeige eine Fehlinvestition. Betrachten Sie sich die Anzeigen Ihrer Wettbewerber genau und versuchen Sie sich deutlich von diesen zu unterscheiden. Das kann ein anderer Rahmen oder eine andere Farbe sein.

Die folgenden Elemente einer effektiven Anzeige in den Gelben Seiten helfen Ihnen, das Beste an Ihrem Unternehmen herauszustellen:

Punktgenaue Überschrift
Jede gute Anzeige beginnt mit einer Überschrift, die das Hauptverkaufsargument für Ihr Angebot unterstützt. Überschriften nehmen viel Platz innerhalb der Anzeige in Anspruch, daher sollten Sie hierin auf jeden Fall die Kernaussage platzieren. Wenn Sie sich auf etwas spezialisiert haben, dann ist die Überschrift der richtige Ort es deutlich zu sagen.
Beschreibender Text
Wenn Sie den Text für die Anzeige verfassen, dann entscheiden Sie sich für ein Thema und konzentrieren sich darauf. Wählen Sie dabei Fakten aus, die dieses Thema unterstreichen. Seien Sie dabei so detailiert, wie es der Platz erlaubt. Gehen Sie bitte nicht davon aus, dass jeder weiß, was Ihr Unternehmen macht. Vergewissern Sie sich, dass sich der Text auf das Produkt/die Dienstleistung konzentriert, welche für die Zielgruppe primär relevant ist. Checken Sie am besten doppelt, dass der Text alle notwendigen Kontaktinformationen korrekt enthält: Adresse, Telefonnummern, URL, E-Mail. Die auffälligste Anzeige ist wertlos, wenn darin eine falsche Telefonnummer erscheint. Und schließlich eine kleine Warnung vor Übertreibungen: Versprechen Sie nicht zu viel in Ihrer Anzeige. Damit kann leicht das Vertrauen der Zielgruppe in Ihr Unternehmen untergraben werden.

Klares Design
Versuchen Sie, die Anzeige visuell interessant und leicht lesbar zu halten. Variieren Sie Schrift und Schriftgröße, aber vermeiden Sie Schriften, die von der Aussage ablenken und zu verspielt wirken. Bedenken Sie auch, dass Großbuchstaben sehr viel Eindruck machen können, aber die Anzeige dabei auch schwerer lesbar wird – bitte sparsam mit solchen Mitteln umgehen. Ein anderer Weg, um Text hervorzuheben, ist beispielsweise die Kursivschrift. Bewährt hat sich auch der Inversdruck – also schwarzer (bzw. farbiger) Hintergrund und keine (in diesem Fall gelbe) Schriftfarbe. Verwenden Sie Inversdruck allerdings mit Vorsicht, denn auch hier leidet die Lesbarkeit besonders bei viel Text in kleinen Anzeigen.

Sie können dann noch darüber nachdenken, die Telefonnummer am Ende der Anzeige besonders dominant hervorzuheben. Am Schluss sollten Sie alles überprüfen und sicher gehen, dass Ihre Anzeige nicht zu überfrachtet, sauber und klar wirkt. Eine Anzeige die den Leser mit Informationen erschlägt, macht einen schlechten Eindruck. Denken Sie immer daran: der Kunde sucht eine Lösung für sein Problem. Er liest nicht in den Gelben Seiten, weil er lesen will. Erlauben Sie Ihrer Anzeige etwas Platz, dann werden Ihre Schlüsselsätze garantiert gelesen – genau so wie in einem wilden Stimmengewirr, in dem der, der wenig aber gezielt spricht, automatisch der Sympathischste ist.

Bilder müssen einem Zweck dienen
Alle Bilder, die Sie in Betracht ziehen, sollten eine direkten Bezug zum Unternehmen, zum Angebot und zur Kernaussage der Anzeige haben – egal ob es sich dabei “nur“ um Ihr Logo handelt oder um eine Illustration Ihres Produktes. Die besten Anzeigen verbinden Text und Bild, um damit auf mehreren Ebenen zielgenau Information zu transportieren.

Farbe und Größe
Es ist richtig: Größere und farbige Anzeigen fallen auf. Natürlich sind sie deshalb auch teurer. Wenn Sie planen, Ihre Anzeige zukünftig größer und/oder farbig zu gestalten, denken Sie noch einmal gründlich über die Bedürfnisse Ihrer Kunden nach und wie wichtig es ist, sofort deren Aufmerksamkeit zu erhaschen. Es gibt aber auch andere Aspekte, welche die Auffälligkeit Ihrer Anzeige beeinflussen: Grundsätzlich werden Anzeigen am äußeren Rand eher gelesen als diejenigen, die innen platziert sind. Oben ist auch besser als unten. Auf der linken Seite ist besser als auf der rechten.

Wir lesen hauptsächlich von links oben nach rechts unten, daher hat die Anzeige links oben die besten Chancen, solange sie nicht völlig unscheinbar ist. Sie sollten sich daher grundsätzlich einen Proof vom Seitenlayout geben lassen, um zu sehen wie Ihre Anzeige im Zusammenspiel mit den Umliegenden funktioniert. Falls es offensichtlich zu Ihrem Nachteil ist, verlangen Sie eine neue Position im Layout.
Farbe kann Ihnen definitiv helfen mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Es hat sich jedoch für viele Unternehmen bestätigt, dass bei einer budgetbedingten Entscheidung für Farbe oder für Größe, das Geld für Größe die bessere Investition ist um Kunden auf sich aufmerksam zu machen.

Holen Sie sich Feedback
Sobald die Anzeige fertig ist, sollten Sie sich Feedback hinsichtlich Lesbarkeit und Effektivität einfordern. Selbst wenn in den Prozess eine Agentur oder Graphiker involviert war, sollten Sie selbständig dieses Feedback von unabhängigen Dritten erfragen, bevor die Anzeige gedruckt wird. Sollte die Anzeige über mehrere Jahre immer wieder erscheinen, ist es immer wieder ratsam, die Anzeige aufgrund von Feedback von Dritten immer wieder zu optimieren und anzupassen.

Controlling
Sobald die Anzeige gedruckt und im Umlauf ist, sollten Sie herausfinden, wie viele Kontakte über die Anzeige generiert wurden. Fragen Sie alle neuen Kunden, wie Sie auf  Ihr Unternehmen aufmerksam geworden sind. Für manche Märkte gibt es mehrere Verlage, die Gelbe Seiten anbieten, jedoch in ihrer Verbreitung und Nutzung stark variieren.
Versuchen Sie, eine kontinuierliche Liste über gewonnene Neukunden zu führen. Fragen Sie die Kunden möglichst ganz direkt, was sie von der Anzeige halten und was genau sie bewogen hat, den Kontakt aufzunehmen. Dieses Feedback ist sehr wichtig, wenn Sie im nächsten Jahr die Anzeige optimieren wollen.
Wenn Sie es beispielsweise schaffen, einen Bonus oder Rabatt in der Anzeige für jene zu erwähnen, die sich darauf berufen, werden Sie sich mit dem Feedback und der allgemeinen Messbarkeit Ihrer Werbemaßnahme in den Gelben Seiten viel leichter tun. Dafür muss natürlich ausreichend Platz vorhanden sein, ohne den Gesamteindruck der Anzeige zu stören.
Wenn sie identifizieren können, was funktioniert und was nicht, dann habe Sie auch in Zukunft die Möglichkeit gezielt und strategisch vorzugehen. Wer sich über die Effektivität seiner Anzeigen ein klares Bild machen kann, der weiß auch, ob das Budget richtig investiert ist.